1. Tenside für stabilen Ton
Die Stabilisierung von Ton umfasst zwei Aspekte: die Verhinderung des Quellens der Tonminerale und die Verhinderung der Migration von Tonmineralpartikeln. Zur Verhinderung des Quellens können kationische Tenside wie Aminsalze, quaternäre Ammoniumsalze, Pyridiniumsalze und Imidazolinsalze eingesetzt werden. Zur Verhinderung der Migration von Tonmineralpartikeln eignen sich fluorhaltige nichtionische oder kationische Tenside.
2. Tenside für Ansäuerungsmaßnahmen
Zur Verstärkung der Säurewirkung ist es in der Regel erforderlich, der Säurelösung verschiedene Additive zuzusetzen. Jedes Tensid, das mit der Säurelösung kompatibel ist und leicht von ihr adsorbiert wird, kann als Säureverzögerer eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Fettaminhydrochloride, quaternäre Ammoniumsalze und Pyridiniumsalze unter den kationischen Tensiden sowie sulfonierte, carboxymethylierte, phosphatveresterte oder sulfatveresterte Polyoxyethylenalkylphenolether unter den amphoteren Tensiden. Einige Tenside, wie beispielsweise Dodecylsulfonsäure und ihre Alkylaminsalze, können die Säurelösung in Öl emulgieren und eine Säure-in-Öl-Emulsion bilden, die, wenn sie als Säurebehandlungsmedium verwendet wird, ebenfalls eine verzögernde Wirkung hat.
Manche Tenside können als Demulgatoren für säurebildende Flüssigkeiten wirken. Tenside mit verzweigter Struktur, wie beispielsweise Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Propylenglykolether und Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Pentaethylenhexamin, eignen sich alle als säurebildende Demulgatoren.
Einige Tenside eignen sich als Reinigungsadditive für verbrauchte Säuren. Zu den als Reinigungsadditive einsetzbaren Tensiden zählen Aminsalze, quaternäre Ammoniumsalze, Pyridiniumsalze, nichtionische, amphotere und fluorierte Tenside.
Einige Tenside können als Säurehemmer in Klärschlamm wirken, beispielsweise öllösliche Tenside wie Alkylphenole, Fettsäuren, Alkylbenzolsulfonsäuren und quaternäre Ammoniumsalze. Aufgrund ihrer geringen Säurelöslichkeit können nichtionische Tenside verwendet werden, um sie in der Säurelösung zu dispergieren.
Um die Wirkung der Säurebehandlung zu verbessern, ist es notwendig, der Säurelösung ein Benetzungsmittel zur Umkehrung der Benetzbarkeit zuzusetzen, um die Benetzbarkeit des bohrlochnahen Bereichs von ölbenetzend zu wasserbenetzend umzukehren. Mischungen wie Polyoxyethylen-Polyoxypropylenalkylalkoholether und phosphatverestertes Polyoxyethylen-Polyoxypropylenalkylalkoholether werden von der Formation als erste Adsorptionsschicht adsorbiert und erzielen so die Umkehrung der Benetzbarkeit.
Darüber hinaus gibt es einige Tenside, wie beispielsweise Fettaminhydrochloride, quaternäre Ammoniumsalze oder nichtionische und anionische Tenside, die als Schaumbildner zur Herstellung von Schaumsäure-Arbeitsflüssigkeiten eingesetzt werden. Dadurch werden Verzögerung, Korrosionshemmung und Tiefensäuerung erreicht. Alternativ können solche Schäume als Vorbehandlungskissen für die Säurebehandlung verwendet werden, die vor der Säurelösung in die Formation injiziert werden. Der durch die Blasen im Schaum erzeugte Jamin-Effekt lenkt die Säurelösung um, sodass diese hauptsächlich die Schichten mit geringer Permeabilität auflöst und die Säurewirkung verbessert wird.
Veröffentlichungsdatum: 06.01.2026
